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#609060 – Echte Frauen zeigen sich und ihre Mode

Sie lachen uns von Plakaten, aus Katalogen und im Internet an.
Optimierte Frauen.
Viele Modeverkäufer und -hersteller arbeiten unverfroren mit Frauen, die via Bildbearbeitung optimiert wurden – unserem Zeitgeist, männlichen Idealen oder dem Wunsch nach Perfektion angepasst wurden. So musste sich H&M bei der Präsentation seiner aktuellen Bademode-Kollektion viel Spott anhören, weil man es mit der “Optimierung” übertrieb. Das Models zuweilen zum menschlichen Ideal stilisiert werden ist nichts überraschend Neues – schon die alten Griechen haben stets den Idealen Menschen, den perfekten Sportler, in ihren Statuen und Bildern gezeigt. Der gemeine Grieche von vor 2500 Jahren sah mit Sicherheit im Schnitt nicht aus wie die von Myron geschaffenen Skulpturen.

Wenn dann eine Marke wie Dove mit einer Kampagne um die Ecke kommt, die eben die nicht perfekte Frau ins Zentrum stellt sind wir alle überrascht. Und erfreut.

Über die Idealisierung der Frau als Modepüppchen und die nur bis zur begrenzten Größe 38 reichende Modevielfalt haben sich jüngst zwei Bloggerinnen geäußert – und damit eine Welle losgetreten
Bereits im Juli schrieb kaltmamsell: Frausein lernen heißt zu lernen, sich scheiße zu finden. Und diesen Eintrag griff jüngst Bloggerin Journelle auf: Mehr auf den Leib geschneidet und weniger geschneiderter Leib – und beschloss: “[ich habe] beschlossen, mich jetzt regelmäßig vor dem Verlassen des Hauses zu fotografieren [...] Nicht weil mein Modegeschmack besonders erlesen wäre, sondern einfach weil ich meinen normalen Körper eingepackt in Oberbekleidung sichtbar machen möchte.”

Andere Bloggerinnen griffen eben dies auf – Anke Gröner zum Beispiel. Und schwupps wurde aus einer Frau eine riesige Bewegung.
Via Twitter und dem Bilderdienst Instagram haben mittlerweile Dutzende Frauen angefangen, zu ihrer Figur zu stehen und Bilder von sich und ihrer normalen Kleidung ins Netz zu stellen.
Aufgrund eines Zahlendrehers im Text von Journelle hat sich dafür auch bereits ein “Name” gefunden, unter dem all die Frauen ihre Bilder einstellen: #609060
Über den sog. Hashtag können Sie und Andere Blogbeiträge und Bilder zu diesem Trend finden.
Beispielsweise über die Seite statigr.am, dort können Sie bereits Dutzende Frauen finden, die sich zeigen.

Diesen Text schreibt ein Mann. Und der findet den Trend toll – und wenn er nur ein paar Frauen dabei hilft, sich selbst schätzen zu lernen, mehr auf sich als auf die Gesellschaft zu hören. Dann gewinnen wir Männer übrigens durchaus auch – starke, tolle Frauen, denen es gut geht. Weil sie ihr Leben genießen, statt mit bildbearbeiteten Modells konkurrieren zu wollen …

Wer übrigens Inspiration sucht, und sich rund um das Thema “Wohlfühlen” informieren will – der ist auf dem DORTMUNDER HERBST bestens aufgehoben. Neun Messen, darunter die MODE & BEAUTY sowie die BODY & HEALTH, laden Besucher ein, sich zu zahlreichen Themen wie Wellness, Beauty, Fitness und Mode zu informieren. Ganz ohne Zwänge, in einem persönlichen und offenen Forum.

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Ein Kommentar

  1. Pingback: Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060 | Journelle

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Datum: 5. September 2012
Autor: Thomas Gigold

Kategorie: Mode & Beauty