Fossilien auf den Mineralientagen

Heute starten die Westdeutschen Mineralientage Dortmund im Rahmen des DORTMUNDER HERBSTES. In Halle 3B seht Ihr die ganze Vielfalt der Mineralien, die so viel mehr sind, als einfach nur „Steine“.

Einen besonderen Stand möchten wir Euch ans Herz legen: Den von Michael Schwickert. Wer die Mineralientage öfter besucht, kennt ihn vielleicht bereits aus den Vorjahren. In diesem Jahr ist sein Stand nochmals gewachsen. Der paläontologischer Präparator bearbeitet fossile Funde seit rund 30 Jahren und gilt als wahrer Experte auf seinem Gebiet. An seinem Stand könnt ihr ihn unter anderem dabei beobachten, wie er versteinerte Fische freilegt. „Das hier ist ein mergelhaltiges Material“, sagt er und zeigt auf etwas, das der Laie wohl nur als „ovalen Klumpen“ beschreiben würde. „Das stammt aus der unteren Kreidezeit und wurde in Brasilien gefunden“, sagt er. Und woher weiß er, dass gerade in diesem Klumpen ein versteinerter Fisch zu finden ist? „Das erkennt man an der Form der Knolle. Am Fisch hat sich das Material abgelagert und dem Stein diese Form gegeben“, so Schwickert. Und tatsächlich: Öffnet man den Klumpen längs, erkennt man versteinerte Schuppen, sogar der Kopf ist zu sehen.

In der Ausstellung auf dem Stand könnt Ihr zahlreiche solcher fossilen Fische sehen. Vom Quastenflosser bis zum Knochenhecht. Vorfahren unserer heutigen Fische. Wirklich sehr beeindruckend.

Selbst tätig werden könnt Ihr auf dem Stand von Michael Schwickert auch: Vier Sandkästen laden zum Buddeln und zur Schatzsuche ein. „Wir haben hier Mineralien versteckt, aber auch Haifischzähne und Saurierknochen“, erzählt der Präparator. Die Buddelei kostet nichts, auch die gefundenen Dinge dürfen behalten werden.

Kreativ geht es auf dem Stand ebenfalls zu: Lebensgefährtin Heike Krainitzki präsentiert, was man aus „gewöhnlichen Kieseln“ noch alles machen kann. Sie hat zahlreiche Steine von verschiedenen Fundorten zusammengetragen. Von der Ruhr bis nach Rhodos führte sie dabei ihr Weg. Die Steine hat sie auf Leinwand geklebt und ringsherum ein Kunstwerk entstehen lassen. „Ich führe die Linien der Steine fort. Auf diese Weise habe ich eine Möglichkeit gefunden, den Blick auf den Stein zu lenken. Der Betrachter beschäftigt sich automatisch mit dem Stein und seiner Entstehungsgeschichte“, sagt sie.

Etwas abstrakter ist da schon ihre Kunst mit Fossilien, etwa das Fisch-Fossil auf dem Teller. Unter „frischem Fisch“ stellt man sich wohl etwas anderes vor…. 😉

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