Wie fair kann Bio sein?

Seit dem Einstieg der Supermärkte und Discounter ist „Bio“ im Mainstream angekommen. Doch wo Preisdruck auf den Bauern und Lieferdruck auf den Märkten besteht, weil die Nachfrage stetig steigt, sinkt die Qualität. Oder können Bauern einfach so den ursprünglichen Bio-Gedanken vom glücklichen Schwein, Huhn und Rind auf die industrielle Massentierhaltung ummünzen?

Ein ARD Team hat sich dieser Frage angenommen und ist ihr nachgegangen.
Heraus kam eine Reportage, die schockiert.
Bio-Schweine, für die Auslauf eine Utopie ist. Oder Deutsche Kartoffelbauern, die mit ihrer einheimischen, streng kontrollierten, Bio-Kartoffel aufgrund des Preiskampfes der Discounter gegen ägyptische „Bio“-Kartoffeln verlieren.
Was an Kartoffeln, die tausende Kilometer Transportweg hinter sich haben und deren Produktion 18x so viel Wasser wie die Produktion der heimischen Sorte noch Bio ist? In den Augen der Verbrauch so leider nichts mehr. Aber BIO ist eben nicht gleich Nachhaltig. Und genau diesen Punkt verwechseln Verbraucher leider noch immer. Für die Märkte auf der anderen Seite zählt: Bio muss konkurrieren können im Preis, vor allem mit den eigenen Discounter-Marken.

Exclusiv im Ersten: Wie billig kann Bio sein?
Eine Reportage die nachdenklich macht – und an deren Ende der Verbraucher wieder genauer hin sehen muss: Bio-Bauer gegen Bio-Business, Qualität und Ethik haben eben doch einen Preis. Und der ist höher, als uns die Discount-Welt es zuweilen Glauben macht.

Das insgesamt ist alles nicht unbekannt – Fakt-Reporter Knud Vetten müht sich seit zwei Jahren redlich mit immer neuen Reportagen wie der aktuellen, das Image des „Discounter-BIO“ abzukratzen und die Zustände dahinter aufzudecken. Doch wir Verbraucher sind Lemminge. Bio muss gut sein, und nach einigen Tagen vergessen wir wieder, was Gutes, und was Schlechtes Bio war. Grün und „BIO“ reicht.

Reicht leider nicht.
Für nachhaltigen Konsum und ethisches BIO bedarf es leider noch immer etwas mehr – unsere Anstrengung.

Was das bedeutet – darüber können sich Besucher von FA!R und DORTMUNDER HERBST in den kommenden Wochen ausführlich informieren.

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