Weltrekord-Bild erstmals komplett zu sehen – und zu ersteigern

Quadratologo ist vielen bekannt. Mit dem System von Künstler Manuel Franke kann man in kürzester Zeit Malen lernen. Durch das auf einen Keilrahmen gespannte Netz wird einem die Angst vor einer völlig leeren Leinwand genommen. Beim Ausmalen der Flächen werden immer nur drei Farben einer Farbfamilie verwendet und der Pinsel nicht ausgewaschen. Auf diese Weise entstehen dann unterschiedliche Nuancen und jedes Bild ist einzigartig. Auf dem DORTMUNDER HERBST kann jeder Besucher diese Technik sehen und natürlich auch selbst ausprobieren.

„Wir sind auf vielen Messen und Veranstaltungen präsent, mittlerweile hat auch Gerstäcker unser Quadratologo im Sortiment. In der Rehabilitation, in Seniorenheimen und Kindergärten wird es eingesetzt, weil hier wirklich Hand, Auge und Gehirn gleichermaßen gefordert werden“, sagt Manuel Franke. Und letztlich fördert diese Art zu malen die eigene Kreativität. „Jeder kann malen!“, bringt es Franke auf den Punkt.

Besonders deutlich wurde das vor etwas mehr als zwei Jahren. Am 8. und 9. Juli 2016 schaffte es das Quadratologo-Team, sage und schreibe 1000 einzelne Logos anfertigen zu lassen. Zusammengelegt ergeben sie die Insel Langeoog.

Die Verbindung zu Langeoog entstand durch jährliche Urlaube des Erfinders Manuel Franke mit seiner Familie auf deren Lieblingsinsel. Dadurch verbreitete sich das Malsystem auf der Insel und es entstanden wöchentliche Quadratologo Kurse für Kinder, die von einem Insulaner Ehepaar durchgeführt werden. Die Hotel-Gruppe „Kolb“, vertreten durch Frau Birgit Kolb und der Bürgermeister der Insel (Uwe Garrels) waren begeistert von der positiven Resonanz, die Quadratologo auf der Insel brachte. Gemeinsam mit Manuel Franke wurde dann nach einem Projekt gesucht, welches Insulaner/innen und Gäste in einem großen Event zusammenbringt. Nach sechsmonatiger Vorarbeit eines zehnköpfigen Teams wurden die vier Tonnen Material auf die Insel geschifft. Im Rahmen eines Insel-Festes konnten nun die Gäste und Insulaner/innen jeder ein eigenes Quadratologo gestalten und zu dem Gesamtbild dazulegen. Aufgrund eines fehlenden, geeigneten Platzes sucht dieses Kunstwerk nun ein neues Zuhause.

Auf dem DORTMUNDER HERBST wird man dieses Gesamtbild erstmals außerhalb Langeoogs zu sehen bekommen. Das 4 mal 10 Meter große Kunstwerk soll verkauft oder versteigert werden, so ganz klar ist das noch nicht. „Auf jeden Fall soll der Erlös einem sozialen Zweck zukommen“, sagt Manuel Franke. Interessierte Unternehmen oder Einzelpersonen seien eingeladen, ihn auf der Messe dazu anzusprechen.

Und weil das alles dem Erfinder und Künstler nicht reicht, plant er für 2019 schon die nächste Aktion. Dann wird Quadratologo zwanzig Jahre alt. „Wir wollen eine Weltkarte aus 2112 Einzelbildern anfertigen. Dazu haben wir bereits in vielen Regionen der Erde unsere Quadratologos verteilt. Peru, Brasilien, Australien sind dabei“, erzählt er. Im nächsten Jahr sollen die Einzelbilder dann in Münster zusammengelegt werden, damit dieses Gesamtbild entsteht.

Das Kunstwerk wird dann 7 mal 14 Meter groß sein. „Das ist vermutlich zu groß, als dass es sich jemand irgendwohin hängen könnte. Darum bekommt jeder Teilnehmer sein Quadrat wieder“, so Franke. Mit der Aktion wolle er zeigen, wie klein die Welt doch ist – und dass Malen sowie Farben die Völker verbinden könne.

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